Bohrroboter halbiert Tunnel-Bauzeit
Im 3.7 km langen Weissensteintunnel der BLS im Kanton Solothurn zeigt sich, wie Automatisierung den Tunnelbau verändert: 500 präzise Bohrungen, doppelte Leistung und rund 50 % weniger Aufwand. Der Einsatz eines Bohrroboters reduziert Bauzeit und Kosten erheblich und erhöht gleichzeitig die Sicherheit – ein praxisnahes Beispiel für die Zukunft des Infrastrukturbaus.
Im Weissensteintunnel im Kanton Solothurn – einem 3.7 km langen Eisenbahntunnel der BLS – wurde im Schnitt alle 7-8 Meter ein präzises Bohrloch gesetzt. Auf einer Strecke, die ungefähr der Distanz vom Zürcher HB bis Altstetten entspricht, entstanden so rund 500 Bohrungen.
Welche wirtschaftlichen Vorteile bietet der automatisierte Bohrroboter?
Rund 50 % weniger Gesamtaufwand bei doppelter Bohrleistung: Die Effizienzsteigerung gegenüber konventionellen Methoden ist im Weissensteintunnel klar messbar. Die Leistungsdaten und der wirtschaftliche Vorteil (ROI) zeigen sich direkt im strukturierten Vorher-Nachher-Vergleich:
| Kriterium | Konventionelle Methode | Mit automatisiertem Bohrroboter |
| Bohrzeit pro Kilometer | ca. 6 Stunden | ca. 3 Stunden (halbiert) |
| Bohrleistung | Standard | Doppelte Leistung (Ø 35 Bohrungen/h) |
| Gesamtaufwand | 100 % | rund 50 % reduziert |
| Arbeitssicherheit & Ergonomie | Manuelle Eingriffe im Gefahrenbereich | Maximale Entlastung (Steuerung via Bedienstand) |
Zusätzlich entfallen klassische Arbeitsschritte wie das Einmessen mit Laser. Auch Traktion und Bohrarbeiten benötigen deutlich weniger Schichten. Das Resultat: signifikante Zeitersparnis und spürbare Kosteneinsparungen im Bauprozess.
Gut zu wissen: Schweizer Präzision im Tunnel
Wie steigert Automatisierung die Arbeitssicherheit und Präzision?
Die Bohrungen (Ø 18 mm, Tiefe 125 mm) wurden mit einem Bohrroboter ausgeführt – vollständig gesteuert vom Bedienstand aus. Der abgesperrte Maschinenbereich muss dabei in der Regel nicht mehr betreten werden.
Diese Arbeitsweise bringt entscheidende Vorteile:
-
Deutlich reduzierte Gefährdung für das Personal
-
Konstante, reproduzierbare Bohrqualität
-
Effizientere Abläufe ohne manuelle Eingriffe im Gefahrenbereich
Damit verändert sich die Baustellenlogik grundlegend – hin zu digital gesteuerten und überwachten Prozessen.
Warum ist Automatisierung im Infrastrukturbau ein Wettbewerbsvorteil?
Das Projekt im Weissensteintunnel zeigt exemplarisch, wie Robotik und Automatisierung den Tunnelbau in der Schweiz verändern. Besonders bei sicherheitskritischen und repetitiven Arbeiten bieten automatisierte Systeme klare Vorteile.
Für Bauunternehmen und Infrastrukturbetreiber ergeben sich daraus zentrale Mehrwerte:
- Höhere Effizienz und Produktivität
- Verbesserte Arbeitssicherheit
- Kürzere Bauzeiten
- Nachhaltige Kostensenkung
Automatisierung ist damit nicht mehr Zukunftstechnologie, sondern ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Umsetzung moderner Infrastrukturprojekte.
Wie lassen sich Tunnelsanierungen effizienter umsetzen?
Der Einsatz automatisierter Schieneninfrastruktur-Lösungen verkürzt Projektlaufzeiten, erhöht die Präzision und reduziert den Gesamtaufwand um rund 50 %. Das Beispiel im Weissensteintunnel zeigt, wie moderne Bohrtechnik wirtschaftliche Vorteile schafft und gleichzeitig die Arbeitssicherheit verbessert.
