Vor einem Jahr fusionierten DG Rail SA und Elbatech zur BKW Rail AG. Wir haben bei Khang Chen, Geschäftsführer der BKW Rail AG und Managing Director Business Unit Rail – BKW Infra Services, für einen Rückblick auf das letzte Jahr nachgefragt.
Im Juni 2025 haben Elbatech und DG Rail SA fusioniert, daraus ist die BKW Rail AG entstanden. Was waren die grössten Herausforderungen im ersten Jahr der Fusion? Und wie seid ihr damit umgegangen?
Eine Fusion ist nichts, das man heute beschließt und morgen umsetzt. Dahinter steckt eine lange Vorbereitungsphase. Prozesse, ERP-Systeme, IT-Strukturen, HR-Themen oder Vertragsfragen müssen sauber vorbereitet und abgestimmt werden.
Die eigentliche Herausforderung beginnt danach: Zwei Unternehmen organisatorisch, kulturell und operativ zusammenzuführen. Im Hintergrund laufen unglaublich viele Mechanismen gleichzeitig – von Prozessen und Führungsstrukturen bis hin zu Systemanpassungen. Ohne die Unterstützung der zentralen Dienste wie IT, HR, Finanzen oder Marketing hätten wir das nicht geschafft. Wir haben es aber gemeistert. Dafür bin ich sehr dankbar – obwohl der gemeinsame Weg zum Erfolg nie ganz abgeschlossen ist.
Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit genutzt, nicht nur die Unternehmen zu fusionieren, sondern auch ein Rebranding umzusetzen, also die Marken zusammenzuführen. Aus Elbatech, DG Rail und Teilen der Arnold wurde BKW Rail. Das war ein strategisch wichtiger Schritt, weil wir wussten: Für unsere langfristige Bahnstrategie brauchen wir eine starke Marke mit Ausstrahlungskraft – nicht nur in der Schweiz, sondern in der gesamten DACH-Region.